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Wir wollen die Welt in Kardzhali verändern – und zwar nachhaltig. 

 

Aus diesem Grund steht neben der Vermittlung unserer Straßentiere ganz klar die Kastrationen im Vordergrund.

 

Nur wenn wir vor Ort an der Wurzel ansetzen, können wir nachhaltig etwas verändern.

Mehrmals im Jahr fliegt das Team der Pfotenliebe nach Bulgarien und organisiert Kastrationskampagnen, was sehr viel Vor-und Nacharbeit mit sich bringt.

 

Eine Kastration kostet im Schnitt um die 40-60€ und werden meist von unserem Tierarzt, Ayhan in Kardzhali durchgeführt.

Unter dem Jahr versucht auch unsere Tierschützerin Zhaneta, neben der Arbeit im Streunerdorf und der Versorgung der Straßentiere, weitere Katzen und Hunde zu kastrieren. 

 

Die Population der Straßentiere in Kardzhali ist enorm hoch und wächst immer weiter an. Grund dafür ist nicht nur die stetige Vermehrung der Straßentiere, sondern auch die fehlenden Kastrationen jener Hunde und Katzen, die einen Besitzer haben.

 

Mit der steigenden Population der Tiere vergrößert sich auch das Leid jeden einzelnen Tiere - denn Futter in Form von Resten menschlichen Essens müssen sich immer mehr Tieren teilen. Eben werden Krankheiten schneller verbreitet.

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei dieser Kastrationskampagne sollte alles anders werden. Wir hatten ausreichend Zeit um alles zu planen, um uns Unterstützung aus Deutschland zu suchen, um Materialien aus Deutschland nach Bulgarien zu senden und um die Aktion in Kardzhali publik zu machen.

Also ging es im April 2023 für uns wieder an den Flughafen Frankfurt, um in Bulgarien unserer Mission nachzugehen.

Dabei waren drei angehende Tierärztinnen, die uns tatkräftig unterstützt haben. Vor Ort standen uns drei Tierärzte zur Verfügung, die sich die kompletten Kastrationstage für uns Zeit genommen haben. 

Wir haben mit einem Nummernsystem gearbeitet, die Tage waren durchgetaktet und wir waren meistens bis zu 12 Stunden auf den Straßen Kardzhalis unterwegs. Wir sind Hot-Spots abgefahren, haben uns um die Nachsorge der Tiere gekümmert und haben Tiere von Anwohner*innen abgeholt und wieder zurück gefahren.

 

Viele haben die Chance genutzt und ihr Tier während unserer Kampagne kastrieren lassen, wofür wir sehr dankbar sind. Das zeigt uns, dass der ein oder andere ggfs. doch einsieht, wie wichtig es ist, bspw. seine Kettenhündin hinter dem Haus kastrieren zu lassen, um weitere ungewollte Puppys zu verhindern.

 

Die meisten der Tiere wurden eingefangen, kastriert und falls nötig, medizinisch versorgt und wieder an den Ort zurück gebracht, wo wir sie gefunden haben. 

 

 

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Ende September ging es für uns wieder nach Bulgarien. Voller Tatendrang sind wir losgeflogen und freuten uns auf die Umsetzung unserer Ziele. Diesmal blieben uns drei Tage für Kastrationen. Unser ortsansässiger Tierarzt hat sich die Tage für uns geblockt.

 

Wir haben uns in zwei Teams aufgeteilt und haben an verschiedenen, bekannten Hot-Spots Tiere angelockt und eingefangen. 

Immer mit dabei war Hunde- und Katzenfutter, Katzentransportboxen, Hundetransportboxen, Leinen und Halsbänder und Handschuhe für die Katzen.

Die Lebendfallen stellten wir an Orten auf, von denen wir wussten, dass die Tiere dort zu scheu sind, um sie einfangen zu können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kurz nach unserer Gründung Anfang des Jahres stand fest, dass wir mit einem Teil des Teams nach Bulgarien fliegen. Den Ort kennenlernen, an dem wir versuchen, etwas zu verbessern, da einige noch nie vor Ort waren. Andere aus dem Team waren bereit vor Ort durch den bereits bestehenden Kontakt mit unserer Tierschützerin vor Ort.

 

Wir hatten kaum Vorlaufzeit und daher auch keine großen Erwartungen an die Anzahl der Kastrationen. Wichtig war uns, überhaupt zu kastrieren. 

Ein großer Erfolg war jedoch die Hündin Magda, sie ist eine Hundemama, die schon unzählige Welpen zur Welt bringen musste. Zhaneta hatte schon sehr lange Zeit versucht, sie zu kastrieren, leider bis dato erfolglos, da sie sehr scheu und misstrauisch war. 

Bei den wilden Hunden in der nähe eines Industrieparks angekommen stellten wir schnell fest, dass wir keine Chance haben, einen davon zu bekommen, da sie trotz Anlocken durch Futter viel zu großen Abstand zu uns hielten. Also versuchten wir es mit einer Lebendfalle. 

Wir konnten Fabi, den Bruder von Fargo, Floki, Freya und Fenya mit der Lebendfalle einfangen und zum Tierarzt bringen. Auch Floki war kein einfacher Fang. Doch mit der Geduld unseres Hundetrainers, Karsten, konnten wir Ihn letzendlich doch in einer Box zum Tierarzt fahren.

Es folgten noch weitere drei Katzen und drei Hunde. 


 
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